befristete Erwerbsminderungsrente - jetzt schon Sorge wg Weitergewährung

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DanielaBee
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befristete Erwerbsminderungsrente - jetzt schon Sorge wg Weitergewährung

Ungelesener Beitrag von DanielaBee » Sa 24. Jan 2026, 15:03

Hallo ihr lieben!

Bin neu hier. Habe eine (relativ kurz befristete) EM-Rente bewilligt bekommen und jetzt schon Angst, ob es eine Weiterbewilligung geben wird. :nein:

Hatte im März 2025 einen Antrag auf LTA gestellt, da ich in meinem damaligen Minijob nicht mehr zurechtkam.
Die Spätfolgen eines bösartigen Hirntumors in 2016 haben sich ausgewirkt (u.a. Probleme mit Daueraufmersamkeit, geteilte Aufmerksamkeit, selektive Aufmerksamkeit. Ich bin schnell reizüberflutet und überfordert, damm kommen Kopfdruck, Brainfog, Schwindel und die Konzentration ist daraufhin gleich Null. Eine außerdem bestehende Sehminderung verbessert das Problem nicht.
Die LTA wurde abgelehnt mit der Begründung, meine Einschränkungen sind nicht relevant genug für eine Reha, ich solle mich um ambulante Therapien bemühen.
Habe einen Widerspruch geschrieben. LTA wieder abgelehnt, diesmal mit der Begründung, dass ich die Vorraussetzungen nicht erfüllen, da bei bereits bestehender Erwerbsminderung oder gefährdeter Erwerbsfähigkeit eine solche Maßnahme nur bewilligt wird, sofern eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wahrscheinlich ist. Ich solle mich um eine ambulante Therapie bemühen.
Ich habe also recherchiert, eine Neuropsychologin in der Nähe gefunden. Sie hat mich getestet und mittelschwere kognitive Einschränkungen festgestellt und mit mir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der gesetzlichen KK gestellt.
Die KK hat die Kostenübernahme abgelehnt, da die ED länger als 5 Jahre her ist. Das machen die wohl so, weil eine Verbesserung unwahrscheinlich wird, wenn es erstmal chronifiziert wird.
Im Gutachten des MDK stand: der Fall kann ggf. nochmals beurteilt werden, sofern ich eine Notwendigkeitsbescheinigung meines Neurologen vorlegen kann und weitere Begründungen (z.B. familiäre Situation - k.A. was die damit meinen) vorlegen kann.
Danach habe ich im September 25 EM-Rente beantragt, die mir letzte Woche bewilligt worden ist. Hatte nur ein relativ seltsames Gutachten bei einer Neurologin/Psychiaterin im November.

Der Haken ist: Rente wegen voller Erwerbsminderung bis 27.12.2027, das erste Mal gezahlt wird im April 2026.
Das erscheint mir sehr kurz.
Es steht im Bescheid:
"Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil es nach den medizinischen Untersuchungsbefunden nicht unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann."

Ist diese Aussage normal?
Mein Neurologe will mich erstmal an verschiedenen Terminen gründlich durchchecken, um danach zu entscheiden, ob er mir eine solche Notwendigkeitsbescheinigung ausstellen kann, das wird etwa bis Sommer 2026 dauern.
Danach würde ich erst erneut die neuropsychologische Therapie bei der KK beantragen können. Das geht dann an den MDK der KK. Sollte der MDK positiv entscheiden, muss ich ggf. auf einen freien TherapiePlatz warten. Dann gibt es die 5 probatorischen Sitzungen. Danach mindestens sechs Monste Therapie, sofern ich die mental durchhalten kann.
Es steht also alles noch in den Sternen.

Ich sorge mich jetzt schon vor dem nächsten Antrag im Sommer nächstes Jahr. Wie soll ich beweisen, dass bei Hirntumor- Spätfolgen nicht mal eben so eine Spontanheilung Eintritt oder durch eine Therapie (sofern sie denn stattfinden kann) meine Erwerbsfähigkeit zu 100% wieder hergestellt werden kann?
Ich hatte vor der OP damals lebensbedrohlich erhöhten Hirndruck, danach ein Mandarinengroßes Loch im Hirn und anschließend eine Bestrahlung der Spinalachse (Ganzer Kopf, Wirbelsäule, Tumorboost, 59,4 Gray. Ist ja logisch, dass das nicht ganz ohne Folgen bleibt. Das blöde ist, dass es ein Nachsorgeprotokoll für Kinder gibt bei diesem Tumor, aber nicht für Erwachsene, da diese den Tumor selten bekommen. Sonst wären Defizite vermutlich vorher aufgefallen und besser behandelbar gewesen.
Ich fühle mich da ein bißchen stiefmütterlich behandelt :Sturkopf:

Und selbst wenn es eine regelmäßige Weiterbewilligung gibt - 9 Jahre lang alle 1,5 Jahre Panik vorm nächsten Bescheid...
hab schon alle 4 Monate Angst vor dem MRT-Befund (Rezidivkontrolle).
Ich weiß echt nicht, ob ich dafür die Nerven und die Kraft habe.

Hat vielleicht jemand von euch eine Idee, wie ich mit der Situation gelassener Umgehen kann?
Oder eine Idee, wie ich der DRV begründen kann, dass ich nicht innerhalb von knapp zwei Jahren meine Erwerbsfähigkeit so verbessern kann, dass ich auf einmal wieder 6 Stunden täglich arbeiten kann?
Kann mich leider nicht so richtig über den Rentenbescheid freuen...

Sorry für den Roman und danke an alle, die ihn trotzdem lesen.

Viele liebe Grüße von Daniela

calibraps
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Re: befristete Erwerbsminderungsrente - jetzt schon Sorge wg Weitergewährung

Ungelesener Beitrag von calibraps » Mi 28. Jan 2026, 19:04

Hallo,

so kurz finde ich 1,5 Jahre gar nicht. Gibt Menschen die nur 6-12 Monate bekommen.

Wie du besser mit der Situation umgehen kannst? Da bin ich leider keine hilfey da ich das gleiche Problem hatte.

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