Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Welche Krankheiten, Maßnahmen und Möglichkeiten gibt es?
GnimGnim
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Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Ungelesener Beitrag von GnimGnim » Do 5. Jul 2018, 11:05

Hallo,
ich bin momentan in einer schwierigen Lage. Wegen meines immer schlimmer werdenden Hallux Valgus muss ich eigentlich operiert werden. Doch eine Operation bedeutet, dass ich wochenlang meinen Fuß nicht belasten kann. Aktuell lebe ich von Sozialhilfe, meine Schwierigkeiten mit meinem Fuß haben es mir zuletzt nicht möglich gemacht eine Arbeit zu finden. Ein kleiner Lichtblick: Ich soll mit einer neuartigen Schraube mit dem Namen Magnezix behandelt werden, die sich nach dem einsetzen in mein Zehengelenk im Körper auflösen wird. Aber abgesehen von dieser Magnezix-Schraube, die ermöglicht, dass ich kein zweites Mal operiert werden muss, habe ich leider sehr schlechte Aussichten.

Beim Arbeitsamt hat man mir schon angekündigt, dass man mich nach der Heilung der OP-Narben zügig vermitteln will, doch ich mache mir große Sorgen, dass ich dann immer noch nicht so gut zu Fuß sein werde. Gleichzeitig fürchte ich, dass man mir Leistungen kürzen wird, wenn ich Termine nicht wahrnehme. Gerade fühle ich mich wirklich hilflos. Was kann ich tun, an wen kann ich mich wenden?

Danke und freundliche Grüße
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Fee59
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Re: Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Ungelesener Beitrag von Fee59 » Do 5. Jul 2018, 11:40

Hallo,

erst einmal herzlich willkommen im K-o-R - Forum.

Zuerst eine Verständnisfrage:
So wie ich Dein Posting verstehe, beziehst Du ALG 2 - oder?

Dann ist es auch nicht das Arbeitsamt, sondern das Jobcenter, das für Dich zuständig ist.
Diese Unterscheidung ist wichtig.

So lange Du krank geschrieben bist, brauchst Du zu keinen Terminen beim Jobcenter zu gehen, so dass Kürzungen rechtswidrig wären.

LG
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agnes
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Re: Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Ungelesener Beitrag von agnes » Do 5. Jul 2018, 12:43

Hallo GnimGnim und auch ich begrüße dich hier im K-o-R Forum :smile:
ich bin momentan in einer schwierigen Lage.
In wie fern ist deine Lage aktuell schwieriger als ohnehin bereits?
Wegen meines immer schlimmer werdenden Hallux Valgus muss ich eigentlich operiert werden. Doch eine Operation bedeutet, dass ich wochenlang meinen Fuß nicht belasten kann.
Was ja an sich aktuell für dich nicht so tragisch sein sollte, da du eh seit längerem keiner aktuellen Arbeit nachgehst und du dich um deinen Heilungsprozess zunächst kümmern kannst, ohne Druck vom Arbeitgeber (das JC lassen wir mal aktuell außen vor) im Nacken sitzen zu haben :Gruebeln:

Auch wenn mich keine Hallux Valgus-Problematik betrifft, aber meine Fußbeschwerden begleiten mich seit meinem Unfall im Jahr 1985 und diverse OPs (numehr 7 an der Zahl mit versteiften Anteilen und bleibenden sechs Nägeln im Vorfuß) haben immer zu längeren Bewegungs-Ausfällen geführt.
Damit kommt man dann schon irgendwie klar.

Ich kam sogar beruflich jederzeit damit klar. :jaa:
Aktuell lebe ich von Sozialhilfe, meine Schwierigkeiten mit meinem Fuß haben es mir zuletzt nicht möglich gemacht eine Arbeit zu finden.


Hmmm, das obliegt nicht mir dies beurteilen zu können, wobei ich allerdings mit meinen relativ und zeitweise auch schweren Einschränkungen im Fuß immer Vollzeit tätig war und das nicht nur/ausschließlich in einer sitzenden Tätigkeit. :Laber:

Zudem wurde diese eindeutige und ständige Behinderung auch an sich alleine nicht als rentenlevant erachtet. :nein:
Jedoch wurde mir daraufhin eine Wegeunfähigkeit gutachterlich zugeschrieben, die sich rentenrelevant abschließend bei der Betrachtungsweise zur EM auswirkte.

Also die Summe meiner verschiedenen körperlichen und die mit einbezogenen psychischen Gebrechen/Leiden machten zusammen dann das Anerkenntnis zur EM aus, nebst die gutachterlich attestierte Wegeunfähigkeit und Notwendigkeit betriebsunüblicher Pausen. :jaa:
Ein kleiner Lichtblick: Ich soll mit einer neuartigen Schraube mit dem Namen Magnezix behandelt werden, die sich nach dem einsetzen in mein Zehengelenk im Körper auflösen wird. Aber abgesehen von dieser Magnezix-Schraube, die ermöglicht, dass ich kein zweites Mal operiert werden muss, habe ich leider sehr schlechte Aussichten.
Das ist doch hervorragend, wenn es solche OP-Optionen gibt und man Linderung erfahren kann.

Die schlechten Aussichten stellen sich deiner Meinung nach dann wie dar?
Dass du danach durch das JC nunmehr zügig in die Vermittlung geleitet wirst, oder was meinst du? :confused:
Beim Arbeitsamt hat man mir schon angekündigt, dass man mich nach der Heilung der OP-Narben zügig vermitteln will, doch ich mache mir große Sorgen, dass ich dann immer noch nicht so gut zu Fuß sein werde.


Eine Vermittlung sollte dann auch deinem Gesundheitszustand angepasst zu erfolgen haben. :Laber:
Gleichzeitig fürchte ich, dass man mir Leistungen kürzen wird, wenn ich Termine nicht wahrnehme.


Nunja, so lange du offiziell nach OP krank geschrieben sein wirst und du dich weiterhin deinen gesetzlich vorgeschriebenen Mitwirkungspflichten stellst, sollte man dir keine Leistung kürzen. :nein:
Gerade fühle ich mich wirklich hilflos
.

In welcher Beziehung, fühlst du dich hilflos?

Deine Beschwerden/Leiden, so sehen es wohl deine behandelnden Ärzte, kann man operativ lindern und das ist doch ein absoluter Fortschritt in Richtung Gesundheit und hoffentlich auch Schmerzfreiheit/-linderung :jaa:
Was kann ich tun, an wen kann ich mich wenden?
Ich verstehe nicht, an was oder wen du denkst, welche Hilfe du suchst und zu was? :confused:

Wenn deine OP erfolgreich verlaufen ist, dann steht doch evtl. einem "Raus aus der Sozialhilfe" nichts mehr im Weg und das wäre doch ein doppelter Gewinn ... ein Plus an Gesundheit und ein Plus an finanzieller Absicherung und keine Abhängigkeit vom JC oder einem anderem Amt etc. :Gruebeln:

Ich kann mir denken, dass du dich von mir nun unverstanden fühlst, aber ich verstehe dein Anliegen wirklich nicht.

Ich war und bin täglich froh darüber, dass die Medizin mittlerweile solche Fortschritte macht, dass mich mein körperliches und psychisches Leiden und mein chronifiziertes Schmerzerleben nicht noch mehr aus der Bahn wirft, als es ohnehin schon in meinem Leben geschehen ist und ich einigermaßen auch wieder "etwas" Anschluss an mein früheres Leben knüpfen konnte.

Dafür musste ich aber selber viel tun, dass ich aus dem Rollstuhl, über den Rollator und an Gehstöcken gehend nunmehr auch selbständig wieder laufen kann. :jaa:

Nicht nur mein total defekter Fuß mit Geheinschränkungen legten mich immer mal wieder lahm, nein auch meine Wirbelsäule schaffte es, dass ich zeitweise bereits Lähmungen der rechten Seite (Arm, Hand und Bein) bekam.
Auch damit habe ich lange noch Vollzeit weiter gearbeitet und eine OP hinausgezögert, bis es dringend und notwendig wurde, um bleibende Schäden zu vermeiden!

Das JC wird nach erfolgter OP sich bestimmt über den medizinischen Dienst absichern, in wie weit du nun vermittelbar sein wirst.

Ich möchte dir auf jedenfall ganz viel Erfolg für diese OP wünschen und gleichzeitig auch die Hoffnung damit verbinden, dass du dadurch an Gesundheit gewinnst. :umarm: Gruß agnes
Der Dumme spricht, ohne vorher zu denken.
Der Kluge denkt, bevor er spricht.
Aber nur der Weise weiß, wann er besser schweigen sollte.
(Günter Leitenbauer)

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Engelchen22
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Re: Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Fr 13. Jul 2018, 16:32

Hallo GnimGnim, :smile:

ein nachträgliches herzliches Willkommen bei uns im Forum !
GnimGnim hat geschrieben:ich bin momentan in einer schwierigen Lage. Wegen meines immer schlimmer werdenden Hallux Valgus muss ich eigentlich operiert werden. Doch eine Operation bedeutet, dass ich wochenlang meinen Fuß nicht belasten kann.
Es ist nie schön/angenehm, wenn man eine OP vor sich hat, egal welche ! Die Ungewissheit bzgl des OP-Verlaufes samt Heilungsverlauf mit evlt Komplikationen besteht leider immer.

Vielleicht hilft es Dir ein wenig, aus Deiner schwierigen und sich auch mit Sorgen verbundenen Lage herauszukommen, wenn Dir bewusst ist, dass Dir mit einer OP geholfen wird, Du hoffentlich wieder schmerzfrei sein wirst, Deinen Fuss wieder belasten kannst uvm... wenn die OP erfolgt und der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Das wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen und JC /AfA werden Deine AU Bescheinigung akzeptieren müssen.

Du teilst ja mit, dass die Beschwerden/Schmerzen zunehmen... Dein vermutlich Orthopäde/Chirurg halten diese OP für erforderlich...
Hast Du Dir denn schon eine Zweit.- oder gar Drittmeinung eingeholt – vielleicht mit einer ganz anderen OP Technik ?

GnimGnim hat geschrieben:Aktuell lebe ich von Sozialhilfe, meine Schwierigkeiten mit meinem Fuß haben es mir zuletzt nicht möglich gemacht eine Arbeit zu finden. Ein kleiner Lichtblick: Ich soll mit einer neuartigen Schraube mit dem Namen Magnezix behandelt werden, die sich nach dem einsetzen in mein Zehengelenk im Körper auflösen wird. Aber abgesehen von dieser Magnezix-Schraube, die ermöglicht, dass ich kein zweites Mal operiert werden muss, habe ich leider sehr schlechte Aussichten.
Ich habe mich ein wenig in dieses OP-Material eingelesen, das Implantat besteht aus einer Magnesiumlegierung – hast Du Allergieprobleme ?
Richtig eine Folge OP zur ME würde Dir erspart bleiben...
Auch darüber würde ich mich gut informieren ( lassen ) u ggf weitere ärztl. Meinungen einholen.

Nicht immer müssen „ Neuartige OP-Verfahren „ besser sein, als Alt-Bewährtes. :Gruebeln:
Ich kenne das Material noch bestehend aus Titan..
GnimGnim hat geschrieben:Beim Arbeitsamt hat man mir schon angekündigt, dass man mich nach der Heilung der OP-Narben zügig vermitteln will, doch ich mache mir große Sorgen, dass ich dann immer noch nicht so gut zu Fuß sein werde. Gleichzeitig fürchte ich, dass man mir Leistungen kürzen wird, wenn ich Termine nicht wahrnehme. Gerade fühle ich mich wirklich hilflos.
Nach der OP wirst Du ja weiterhin in Ärzt. Behandlung sein, ggf auch Physiotherapie erhalten … die AfA/JC hat keinerlei Einfluss auf Deine Genesung u den Heilungsprozess – da ist immer Geduld gefragt. Deine Ärzte werden Dich sicher ausreichend lange „ mit AU-Bescheinigungen „ versorgen.
Darüber würde ich mir erst mal nicht den Kopf zermartern !
GnimGnim hat geschrieben: Was kann ich tun, an wen kann ich mich wenden? 
Falls noch nicht erfolgt – Zweitkonsil einholen – ausser Dein Vertrauen in den Operateur ist enorm gross.

Viele Grüsse
Engelchen 22
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Re: Hallux Valgus Operation - woher Unterstützung?

Ungelesener Beitrag von Algebra » Sa 14. Jul 2018, 20:20

Zu den hilfreichen Beiträgen der Mitglieder möchte ich nur noch hinzufügen: die postoperative Heilungsphase einer Hallux-OP dauert im Schnitt 6 Wochen. Ich bin genau nach 6 Wochen wieder arbeiten gegangen. Natürlich etwas vorsichtiger und langsamer, aber das wird von Tag zu Tag besser. Mit dem Vorfuß-Schuh kann man schon unmittelbar nach der OP vorsichtig humpeln (eventuell noch Gehhilfen dazu). Nachdem die Fäden gezogen sind ( ca. 10-14 Tage nach der OP) kann man sicherlich auch einige Termine wahrnehmen. Normalerweise helfen da Freunde, Familie usw. ich musste ja auch schon mit der Physio anfangen. Ich habe mich gegen eine Magnesiumschraube entschieden, da mein Knochen sehr porös war.

Keine angenehme OP, aber welche ist das schon... :Angst:

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