Distorsion und Bandabriss OSG

Welche Krankheiten, Maßnahmen und Möglichkeiten gibt es?
Dannie
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von Dannie » Mi 16. Dez 2015, 21:16

liebe agnes,
vielen Dank für deine lieben worte :Bussi:
das mit der lange andauernden und häufig wiederkehrenden schwellung ist mir übrigens bei meinem sohn auch noch in guter (bzw.schlechter) Erinnerung. es hat wirklich ein halbes jahr gedauert ehe das alles wieder so war wie es sein sollte nach seinem bänder(an)riss. Gut das du nicht so sehr mit schwellung reagierst und deiner op somit nichts im wege steht.

das knie von meinem sohn wurde geröntgt weil er schon seit (mindestens) dem sommer immer wieder über schmerzen im knie klagte. es wurde dann aber seitens der Ärzte häufig auf wachstumsschmerzen oder sogar auf muskuläre Probleme (er hat die selbe muskelerkrankung wie ich auch) geschlossen. der Orthopäde jetzt meinte auch das die Zyste eigentlich nicht ursächlich dafür sein kann weil sie ja im Oberschenkel sitzt, allerdings sind die schmerzen deutlich weniger geworden und ich las nun das sie ja mit dem Wachstum dann auch logischerweise weiter nach oben gerät. ursprünglich bilden sich diese Zysten wohl in den gelenken in den wachstumsfugen. ich gehe jetzt erst einmal davon aus das sie nun die nächsten jahre lediglich beobachtet werden muss und sie noch nicht so groß ist das ein pathologischer bruch droht.

sein letztes und bisher auch einziges MRT (vom fuß) hat er gut geschafft damals und darum hoffe ich das es diesmal auch so gut läuft. bei mir ist es hingegen wirklich so das ich absolute panik bekomme, selbst wenn nur der fuß in dem teil ist. auch ein ct löst bei mir schon panikgefühle aus ... es ist eher das gefühl des ausgeliefert seins glaube ich. ohne eine Sedierung bekommt man mich noch nicht einmal mehr in die nähe :Angst: .

ich werde jedenfalls versuchen bis zu dem Termin die ruhe zu bewahren :smile:

liebe Grüße
Daniela

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sladdi
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von sladdi » Fr 18. Dez 2015, 10:55

Möööönsch, was hast du denn da angestellt?

Respekt!

Beide Füße auf einmal ....... :Verwirrt:

Habe die Beiträge nur überflogen möchte aber meine Erfahrungen mit dir teilen.
Hatte als Jugendlicher ähnliche Verletzungen.
Die erste war eine sparsame "Bemattung" im Sportunterricht. Geräteturnen und im Abgang mit dem linken Fuß direkt auf den Rand aufgekommen.
Der Fuß /Foßsohle) stand kurzzeitig im rechten Winkel zum Bein.
Sprunggelenk angeknackst und alle Bänder ab.
OP und Gehgips.
Nach 1 !/2 - 2 Jahren verschwendete ich da keinen Gedanken mehr daran......
Dann beim Fußballspielen auf 'nem Bolzplatz.
Umknicken mit dem rechten Fuß.
Sprunggelenk angeknackst und alle Bänder ab.
OP und Gipsschale (nicht belastbar).
Dann aber Theater.
Diesmal hätte der Gips immerwieder gewechselt gehört.
Hatte mir aber keiner gesagt, und irgendwie kam auch 6 Wochen kein Arzt auf den Gedanken.
Nach eben diesen 6 Wochen wurde die Schiene entfernt, und:
"Das sieht aber nicht gut aus! Der Fuß wird wohl steif bleiben!"

WoW.
Das hatte gesessen.
Es begann ein Matyrium. Ausgiebige Krankengymnastik im Krankenhaus und danach weiter bei einer Therapeutin in der Nachbargemeinde.
Danach sündhaft teure orthopädische Turnschuhe (hohe Stiefel) die ich immer tragen sollte.
Alles ohne Krankenschein oder Rezept oder ähnliches. Die ganze Abrechnung lief über das KH.
Die hatten wohl ganz schön Bammel das meine Eltern da rechtlich irgendetwas unternehmen könnten.
War da noch nicht volljährig - aber damals glaubte man noch was die Halbgötter in Weiß zu berichten hatten.

Der Fuß wurde wieder, die Angst wieder umzuknicken ist bis heute geblieben.
Zwischenzeitlich hatte ich eine absolute Vorliebe für "hohe Schuhe" entwickelt, die bis heute anhält.
Am liebsten trage ich Wanderschuhe mit hohem Schaft der den Füßen richtig Halt gibt.

Auf Halbschuhe bin ich erst wieder umgestiegen als die Diagnose "chronische Veneninsuffizienz" kam.
(Könnte wohl auch am langjährigen Tragen der hohen Schuhe liegen. Wobei das wiederum anzuzweifeln wäre da Druck durch Kompressionsstrümpfe den Venen ja gut tut......)

Lange Rede kurzer Sinn:
Theater mit Sprunggelenken und Bändern kann einen ziemlich lange begleiten - muss aber nicht......

:muede:

Liebe Grüße
Sladdi

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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von agnes » Di 29. Dez 2015, 21:41

Hallo :smile:

So langsam geht es in Richtung OP-Termin.

Dazu war ich gestern noch einmal bei meinem Operateur vorstellig, um von ihm das letzte MRT betrachten und auswerten zu lassen und noch zwei Fragen meinerseits beantwortet zu bekommen.

Um zügig mit der Mobilisation physiotherapeutisch beginnen zu können, wollte ich von ihm den Zeitpunkt des Beginns einer solchen Maßnahme wissen, um mich bei meinem Physiozentrum um zeitnahe Termine zu bemühen.

Das ist nun heute auch geschehen, da ich bereits nach 14 Tagen postoperativ, und nach Entfernung der Fäden, damit loslegen kann, habe ich das auch so meinem Therapiezentrum mitgeteilt und den ersten Termin auch schon erhalten, weitere erstellen sie und unterrichten mich.

Weiter habe ich meinen Operateur dahingehend befragt, wie ich mich denn insgesamt fortbewegen werde, wenn ich das eine Bein/den Fuß vier Monate nicht belasten darf und aufgrund meiner Rückenvorschäden mit normalen Gehhilfen (Krücken) alleine nicht vorankomme.

Vorschlag von ihm war ein Scooter, auf dem ich mein Bein kniend ablegen könnte und mit dem anderen roller. Für zu Hause bestimmt super.
Wobei er aber gleich sagte, dass die KK diesen Scooter eher nicht bewilligen würde, ich es aber vorab ja mal abklären könnte.

Das habe ich heute nun auch gleich bei meiner KK abgeklärt und ich konnte es kaum glauben, die KK war echt fix, mit der Weitergabe meiner persönlich vorgetragenen Anfrage.

Bereits als ich zurück nach Hause kehrte, fand ich eine Nachricht der Hilsmittelabteilung meiner KK auf dem AB vor.
Umgehend rief ich dorthin zurück und erfuhr, dass der Scooter nicht in die Leistungsbewilligung gehen wird, da kein anerkanntes Hilfsmittel der KK, man sich aber Gedanken gemacht hätte, wie man mir helfen könnte.

Und damit kann ich bestimmt auch gut klar kommen, denn für "draußen" bekomme ich nun einen Rollstuhl, damit mein Mann mich herumfahren kann und für die Wohnung einen Rollator, damit ich alleine darauf sitzend und mit dem gesunden Bein/Fuß mich rollend bewegen kann.

Falls es doch noch Winter wird, würde ich auch nicht mit nur einem "Gefährt" mir den Schneematsch in die Wohnung holen, denn der Rollator kann innen im Haus an der Haustüre abgestellt werden und der Rollstuhl bleibt draußen in der angrenzenden Garage. Und da wir nur eine kleine Stufe außen vor der Haustüre zu überwinden habe, ist auch schnell eine Rampe gebaut, um hinaufzukommen. Unsere Wohnung ist ansonsten ebenerdig und barrierefrei. :ic_up:

Die Verordnungen dazu sind bereits vom Arzt ausgestellt und die KK kümmert sich nun darum, dass vom Sanitätshaus alles ins Haus geliefert wird.

Selten, so schnell mal mit der KK gut klar zu kommen. Ich habe schon einige Widerspruchserlebnisse mit denen hinter mir, und das wegen Kleinigkeiten.

Einen Vermutstropfen hatte mein gestriger Arztbesuch leider auch.

Nach Durchsicht meiner letzten MRT-Aufnahme steht nun eindeutig fest, dass mein Altschaden am Innenknöchel sich nunmehr schlimmer darstellt, als noch vor einem Jahr.
Bereits damals hatte mir der Arzt gesagt, dass auch der Innenknöchel erneut starke Schäden zeigt, die bereits voroperierte Stelle aufgebrochen ist, eine Stufe im Gelenk sich gebildet hat und ich von daher schmerzhafte Blockaden habe, das Innenband ausgefranst und wohl auch bald gerissen ist, Entzündungsherde darin liegen ... also grob gesagt, alles was damals operativ versorgt war ist jetzt wieder im Ar... :traurig:

Fazit, über kurz oder lang (und den Zeitpunkt darf ich wieder selber entscheiden), muss ich in diesem Gelenk eine Prothese eingesetzt bekommen.

Blöde, dass ich diesmal wieder erneut mit einer Folge-OP-Indikation vom Arzt kam.

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich lebe in der Hoffnung, dass ich etwas Schmerzlinderung insgesamt durch die anstehenden OPs erfahren darf.

Leider habe ich mit der jetzt anstehenden OP nur eine Option auf 70% Schmerzlinderung, mit 30% Restbeschwerden werde ich auch weiter zu leben haben, da lediglich nur drei der vier betroffenen Gelenke operativ versorgt werden können.
Es ist nur fair, dass mir mein Operateur dies gleich ehrlich mit auf dem Weg gab und mir keine "Wunder" nach OP versprach.

Jetzt genieße ich aber zunächst mit meinem Mann und Freunden den Jahreswechsel und am kommenden Wochenende noch die Familie meines Sohnes und dabei vorrangig unseren 2 jährigen Enkel, den wir leider zu selten sehen, da sie 340 km von uns weg wohnen.

Und am 15.1. ist es dann soweit ... ich hoffe es kommt nichts mehr dazwischen, da ich zeitweise vor Schmerzen nicht auftreten kann und der Ruheschmerz mich teilweise wenig schlafen lässt.

Alles andere nach meiner Umknickaktion "Heilende" ist auch den Umständen und der Zeit entsprechend gut verheilt.
Mein Arzt lobte zumindest meine vorbildliche Ausdauer im Tragen der Aircastschiene. :ic_up: :smile:

Bleibt bitte alle vor solchen Aktionen gefeit und möglichst gut zu Fuß, das wünscht euch Agnes :jaa:
Der Dumme spricht, ohne vorher zu denken.
Der Kluge denkt, bevor er spricht.
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agnes
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von agnes » Mi 13. Jan 2016, 23:57

Guten Abend :smile:

Ja, dann möchte ich mal, bevor ich mich bald auf den Weg mache, noch kurz davon berichten, was sich in der letzten Woche alles an OP-Vorbereitungsaktionen im Hause "agnes" so getan hat.

Zunächst war ich letzten Freitag in der Klinik zur Blutabnahme, einem kurzem chirurgischen Aufnahmegespräch und zum obligatorischem Narkoseaufklärungsgespräch vorstellig.

Meine Blutwerte waren alle im Normbereich, keine versteckten Infekte/Entzündungen zu vermelden, sodass einer OP nichts im Weg steht.

Der aufnehmende Chirurg war an meinen unzähligen Voroperationen sehr interessiert und vor allem an dem zu operierenden Schaden, da ihm eine solche Verletzungskonstellation noch nie untergekommen ist.
OK, das hat mir bereits mein Fußgelenk-Chirurg erläutert, dass eine solch komplexe Verletzung der Mittelfusswurzel wie sie mir passiert ist eher selten vorkommt ... aber wenn ich was mache, mache ich es bekanntlich ordentlich :jaa: und so erlitt ich auch bei dem damaligem Unfall gleich mehrere komplizierte Brüche der Fussgelenkswurzel.

Der Narkosearzt war richtig fit und hatte auch dankbar meine ausgedruckte Auflistung aller Voroperationen entgegengenommen um mir anschließend mitzuteilen, dass, nach Durchsicht selbiger und Auswertung meiner vorhandenen körperlichen (vor allem die Wirbelsäule betreffenden) Schäden, nun eine Vollnarkose und keine Rückenmarksnarkose erfolgt. Ihm sei es, bei den vorliegenden LWS-Schäden, zu gefährlich, da auch noch reinzupieksen.

Da ich in der HWS verplattet/versteift bin, wird er (so verstand ich ihn) mir vorsichtig über Bildwandler einen endoskopischen Tubus legen, und auf eine vorsichtige Lagerung meines Kopfes achten.

Als chronischer Schmerzpatient und bereits seit Jahren an Morphine gewöhnt, werden, so gibt er bereits zu bedenken, die normal nach einer OP verordneten und von den Stationskräften später verteilten Schmerzmedikamente (Ibu 600 und Novalgintropfen) nicht ausreichen, sodass er mir lieber einen Schmerzkatheter in den Oberschenkel legen würde. Diesen Katheter legt er mir unter Ultraschall-Sicht, so kann er gezielt und sicher vorgehen. :Heiss:

Bereits am Montag fuhr auch schon der Auslieferungswagen des Sanitätshaus bei uns vor, bei dem ich zuvor meine vom Arzt zugesandten Hilfsmittelrezepte einreichte.
Einen Rollstuhl und einen Rollator stehen mir somit, als Fortbewegungsmittel für die kommende Genesungszeit, zur Verfügung. :Opi:

Meine alten Gehhilfen kommen mit ins KH und stehen, neben meiner heute auch von mir bereits gepackten Kliniktasche, bereit, um sie, so wie es von der Klinik gewünscht wird, mitzunehmen.

Auch die OP-Strümpfe, welche ich vor zwei Jahren bei meiner Arthroskopie des Sprunggelenks erhalten habe, kommen nun erneut zum Einsatz.

Alle Stolperfallen im Schlafzimmer (zwei handgeknüpfte Brücken und ein kleines Stehregal) hat mein Mann heute auch bereits verräumt, sodass ich mit den Gehhilfen, oder sitzend und rollend mit dem Rollator, hoffentlich später den Weg ins Bad alleine bewältigt bekomme.

Noch zweimal im eigenen Bett schlafen und dann ist es soweit.
Freitagmorgen, um 7:15 Uhr, soll ich mich auf Station melden und ich schätze, dass ich gegen neun Uhr dran bin.
Die OP ist mit 1 Std. und 40 Minuten angesetzt. Danach stehen mir vier Monate eingeschränkte Mobilität bevor, wo ich den Fuß gar nicht belasten darf und eine weitere Zeit, wo es mit Teilbelastung dann langsam voran gehen wird. Es könnten sechs Monate daraus werden, bis ich wieder komplett auf meinen beiden Füße stehe.

Ich bin natürlich bereits nervös, lebe aber in der Hoffnung, dass ich die richtige Entscheidung für mich getroffen habe (nach 30 Jahren Schmerzen und komplett aufgehobenem Gelenkspalt, aufgrund schweren Arthrosen einzelner Gelenke) und etwas Linderung später auch tatsächlich erfahren darf.

Wie schon gesagt, komplett schmerzfrei werde ich auch nach OP nie werden, das hat mir der Arzt fairerweise nicht suggeriert, als er mir damals die Notwendigkeit der OP erklärte.
Zudem liegt im gleichen Fuß an anderer Stelle ein weiterer zusätzlich alter Gelenkschaden vor, den ich irgendwann später gleichfalls operativ neu versorgen lassen muss und diesmal einer Prothese bedarf.

Eins nach dem andern! Und zwischendrin vor allem ausreichend Zeit, um zunächst wieder mobil zu werden.
Und zur richtigen Erholungsphase und vor allem um sich bereits heute schon auf etwas schönes zu freuen und Antrieb zu bekommen auch bis dahin fit zu werden, steht Ende des Jahres eine längere Reise an.
Da diese aber in Italien beginnt, wage ich nicht zu hoffen, dabei auf @Doppeloma und ihrem Dopa zu treffen, obwohl wir diese Leidenschaft, und vor allem die Art des Verreisens, teilen :jaa:

Es kommen jetzt erst bewegte und danach lange ruhige Zeiten des zu Hause Herumliegens auf mich zu.
Ich hoffe, genug Geduld für diese Zeit aufzubringen :Hilfe: :Ohnmacht:

Euch allen wünsche ich, dass ihr vor unverschuldeten Unfällen und deren Spätfolgen bewahrt bleibt :umarm: Gruß agnes
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von Frauhamster » Do 14. Jan 2016, 15:41

Liebe agnes,

da bleibt ja nur übrig, Dir alles Gute für die bevorstehende OP zu wünschen.
Mögest Du die OP gut überstehen und die erste Zeit danach möglichst schmerzarm verbringen.
Wenn Du dann wieder zu Hause bist, wirst Du ja sicher bald Bericht erstatten.

Ich bin mir sicher, Du wirst das alles gut meistern.! :jaa: :Opi: :koepfchen:
Liebe Grüße von der Hamsterin

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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von agnes » Sa 16. Jan 2016, 00:49

Ein kleines Lebenszeichen

Alles ist gut verlaufen.

Um zehn Uhr kam ich in den OP und die Narkosevorbereitung begann.
Sehr freundlich, alle Handlungen umsichtig erklärend und alles in einer ruhigen Atmosphäre, da fühlt man sich gut aufgehoben.

Viel Zeit nahm sich der Narkosearzt mit dem Legen des Schmerzkatheters, unter Zuhilfenahme eines Ultraschallgeräts.
Das Einführen der Sonde habe ich kaum gespürt, nur meine Zehen und der Fuß fingen plötzlich stark zu zucken an, so war klar, er hat den Nerv, den es auszuschalten galt.

Um zehn nach elf warf ich noch einen Blick auf die Uhr, bevor ich wegdämmerte.
Einmal hörte ich zwar noch meinen Namen und die Frage, ob ich schon schlafe. Auf mein aber schon schwummeriges "Nein" hörte ich noch ein kurzes "aber jetzt" und dann wurde ich erst um 13:25 Uhr im Aufwachraum wach, als man mich von der OP-Liege ins Bett umlagerte.

Knappe zwei Stunden lag ich noch dort zur Überwachung, aber vollkommen fit!

Eine Stunde später im Zimmer, besuchte uns (wir sind zu dritt, die heute von ihm operiert wurden) der operierende Arzt.
Ich bin die einzige, welche heimatnah ist, die beiden anderen Damen kommen recht weit her, um von diesem Arzt operiert zu werden.

Kurze Zeit später schaute der Anästhesist nach uns zwei Frauen, die wir den Schmerzkatheter haben (die dritte Dame hatte eine Metallentfernung, die benötigt keinen) und notierte unsere Schmerzangaben

Ich kann es selber kaum glauben, dass ich nach über dreißig Jahren Schmerzen sagen konnte "Null, kein Schmerzgefühl

Ok, ich bleibe realistisch, mein Morphinpflaster, eine Schmerzmittel-Beigabe im laufenden Tropf und der Schmerzkatheter, der den Fuß auch weiterhin komplett taub/schmerzfrei hält, zeigen Wirkung.

Mal schauen, wie sich das verändern wird, wenn diese Medikamente abgesetzt werden und ich nur, wie bisher, mit meinem Schmerzpflaster versorgt bin.

Morgen dürfen wir langsam aufstehen, zum Toilettengang.
Die Richtlinie, so wurde uns zwei Frauen vom Arzt für die erste Woche mit auf dem Weg gegeben, dreimal täglich 5 Minuten aufstehen/den Fuß nach unten halten, ansonsten liegen und schonen.
Die Dame mit der Metallentfernung darf ab morgen mit Krücken den Fuß bereits belasten.

Weiterhin gilt für mich 8 Wochen lang, mit kleinen Steigerungen öfters aufzustehen nebst Krankengymnastik nach dem Fädenziehen, noch das Schongebot des Liegens.
Nach acht Wochen und gutem Heilungsverlauf wird neu entschieden. Ich hoffe dann auf einen langsamen Start per Teilbelastung.

Die andere Dame hat eine Sprunggelenksprothese erhalten (die blüht mir ja auch noch) und darf mit der Teilbelastung nach zwei Wochen beginnen. In ca. 4-6 Wochen wird die zur Reha gehen.

Montag oder Dienstag darf ich nach Hause.

So, mein Handyakku neigt sich dem Ende.

Bis bald sagt Agnes
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Sa 16. Jan 2016, 15:39

Liebe Agnes, :umarm:

vielen lieben Dank für Deinen " Bericht " ! :jaa: Und der damit verbundenen Teilhabe an Deinem aktuellen Gesundheitszustand bzw OP-Verlauf. :ic_up:

Es freut mich sehr, dass Du diese OP nun hinter Dir hast und wie ich Deinen Schilderungen entnehmen kann,

bist Du ja in kompetenten und freundlichen Händen/Umgebung.

Toll wenn man nach Jahren der Schmerzodyssee eine Schmerzstärke von O angeben kann.

Hoffentlich bleibt die Schmerzstärke dann auch im für Dich tolerierbaren Bereich, nach Abklingen der Narkose und der Schmerzinfusionen ect..

Ich wünsche Dir einen weiterhin komplikationsfreien und guten Heilungsverlauf sowie eine baldige Genesung ! :jaa: :ic_up:

Gib bitte weiterhin gut auf Dich acht - viel Geduld und Ausdauer :koepfchen:

wünscht Dir mit herzlichen u mitfühlenden Genesungswünschen :umarm:

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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von agnes » Sa 16. Jan 2016, 16:01

Vielen Dank Engelchen 22

Ja, ich bin schon sehr gespannt, denn morgen wird die Redon gezogen und wohl auch der Schmerzkatheter und dann wird die vorläufige Stunde der Wahrheit eingeläutet.

Im KH bin ich gut aufgehoben und auch mit den zwei Bettnachbarinnen habe ich großes Glück.

Mein Mann kam heute auch zu Besuch und versorgte mich noch mit frischem Obst.

Am Morgen war ich schon ich bereits zum ersteinmal auf und habe mich selber frisch gemacht. Da fühlt man sich schon wieder als Mensch.

Morgen käme noch einmal der uns operierende Arzt, um nach uns zu schauen.
Montag oder Dienstag würde ich entlassen, hieß es.

Daheim ist daheim und dort beginnt die Genesungszeit.

Gruß Agnes
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von Engelchen22 » Sa 16. Jan 2016, 17:10

Liebe Agnes,
agnes hat geschrieben:
Ja, ich bin schon sehr gespannt, denn morgen wird die Redon gezogen und wohl auch der Schmerzkatheter und dann wird die vorläufige Stunde der Wahrheit eingeläutet.
... dieses " ziehen " der Redon, wird ja oft sehr schmerzhaft empfunden ( ich hatte zum Glück noch keine ! ) und so kommt es wohl sehr auf die " Liegedauer der Drainage"
und das Geschick/Technik des Arztes an... ! Wie dieses entfernen der Drainage empfunden wird.
Meine Devise ist : alles was entfernt ist : behindert/stört nicht mehr und stellt schon keine weitere Infektionsquelle mehr dar.

Ich bin auch schon sehr gespannt, wie es sich mit den Schmerzen bei Dir verhalten wird, wenn auch der Schmerzkatheter entfernt ist...
Aber da Du ja an die chron. Schmerzen gewöhnt bist, ist das Schmerzempfinden ja sowieso anders, als bei einem akuten Schmerzpatienten.
Hoffentlich wird sich Dein Schmerzlevel im minimalen Bereich bewegen, das wünsche ich Dir sehr ! :ic_up:
agnes hat geschrieben:Im KH bin ich gut aufgehoben und auch mit den zwei Bettnachbarinnen habe ich großes Glück.
Ist schon viel wert, wenn die Mitpatientinnen ok sind und die " Chemie " untereinander stimmt !
agnes hat geschrieben:Mein Mann kam heute auch zu Besuch und versorgte mich noch mit frischem Obst.
:ic_up:

agnes hat geschrieben:Montag oder Dienstag würde ich entlassen, hieß es.
Da drücke ich Dir sehr die Daumen, dass Deiner " E " nichts mehr im Wege stehen möge !
Denn " Daheim ist Daheim "... :jaa:
Auch wenn ich es allgemein mit gemischten Gefühlen sehe, wie aufgrund der Sparmassnahmen im GS-Wesen, die Patienten immer schneller entlassen werden.
Denn nur so ist " Geld " verdient !!!
Die überwiegende Zahl an Patienten möchten ja auch so rasch als möglich wieder nach Hause, wenn gleich es aber auch Patienten gibt, die gerne in eine Klinik gehen...
Es gibt da wahrliche Wiederholungstäter an Klinikrückkehrern !

Nochmals alle guten Wünsche für Dich !

Liebe Grüsse
Engelchen 22
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Re: Distorsion und Bandabriss OSG

Ungelesener Beitrag von agnes » Sa 16. Jan 2016, 19:24

Liebes Engelchen22

Vor dem Ziehen des Redonschlauchs habe ich keine Angst, das kenne ich von unzähligen OPs.
Aber klar ist, jede OP und jede Nachsorge/Genesungszeit ist ein eigenes.

Ich hoffe nicht, dass der Wundschmerz mich, nach entfernen des Schmerzkatheters, doch noch überrollt.

Auch wenn man in der Klinik gut aufgehoben ist, so bin ich wieder ich zu Hause in meinem Bett/Zimmer.
Im KH Schlaf finden ist für mich Stress, höre alles und jeden, ich bin es seit Jahren gewohnt alleine zu schlafen, mein Mann schnarcht manchmal arg und ich habe die massiven Schlafstörungen und schlafe erst gegen Morgen leicht ein, lese, schreibe oder schaue fern.

Gerade war der Anästhesist zur Kontrolle des Katheters da. Meiner sutscht etwas. Er erklärte mir, dass die Nadel etwas dicker als der Schlauch sei und es passieren kann, dass Flüssigkeit vorbeiläuft.
Wirkung ist trotzdem gegeben.
Morgen erfolgt nun der Auslassversuch.

Jeden Tag ein Stück weiter zurück in die Nomalität, auch wenn es bis ganz dahin noch ein weiter Weg sein wird.

Lieben Dank für deine freundlichen Worte und dir ein schönes ruhiges und erholsames Wochenende :Bussi: Agnes
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