Wie kann es weitergehen?

Nur Mut, es gibt keine dummen Fragen.
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Doppeloma
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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Doppeloma » Fr 8. Okt 2010, 21:33

Liebe Lisa,
Ja ich bin 1954 geboren,hätte also Anspruch auf BU - Rente, aber, die blöde Ziege hat ja geschrieben, das ich in meinem Beruf als Krankenschwester im Stationsdienst noch 3-6 std. arbeiten kann,
Das ist GENAU der Knackpunkt, denn BU bist du bereits, wenn du im erlernten (bzw. zuletzt ausgeübten Beruf) weniger als 6 Stunden arbeiten kannst und der Beruf der Krankenschwester besteht ja "normal" NICHT aus rein administrativen "Schreibtischtätigkeiten"!!!

Damit kommen die spätestens am Sozialgericht NICHT mehr durch, denn ein sogenannter "Verweisberuf" muß für dich relativ problemlos durchführbar sein unter Verwendung deiner bisherigen Kenntnisse :ic_up:

Damit kommt die DRV nicht so leicht durch, wie bei einer Ablehnung in der die BU KEINE Rolle spielt, das heißt natürlich nicht, dass es leicht wird aber beantragen würde ich die EM-Rente an deiner Stelle auf jeden Fall.
Wurde denn die Reha von der KK durchgeführt uder von der DRV?
Ich nehme an du warst in einer DRV-Klinik, da nützt die Beschwerde bei der KK nicht wirklich was.

Eine bei der Klinik und der DRV hilft aber auch nicht weiter, oft antworten die nicht mal auf solche Post.
Habe das selber durch und bekam erst nach fast einem Jahr mal ne Antwort von der DRV, aber auch nur weil ich mich nach 9 Monaten (!) bei deren obersten Chef über die Mißachtung meiner Reha-Beschwerde beschwert habe.

Es ist einfach nur lächerlich, man legt jetzt meine "Gegendarstellung" immer dazu, wenn der Reha-Bericht weitergegeben wird (zum Beispiel an die Renten-Gutachter!), mehr kann man "leider" nicht für mich tun.
Die Klinik sei der Meinung es wäre alles korrekt, was im Bericht stünde und sieht keinen Anlaß, was daran zu ändern (nicht mal EINDEUTIG FALSCHE DATEN!!!).

Da fällt einem dann wirklich nichts mehr zu ein, oder ... :Gruebeln:

Liebe Grüße von der Doppeloma :Bussi:
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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Fiasko » Fr 15. Okt 2010, 09:11

Hallo
mache ich was verkehrt wenn ich jetzt erst abwarte was die KK macht?
Bisher bin ich ja weiter Krankgeschrieben.
Ich bin zur zeit auch noch zusätzlich bei einem Orthopäden in Behandlung weil meine Wirbelsäule kaputt ist.
Ich möchte mal wissen wie die sich eine Tätigkeit vorstellen im admin Bereich.. mir wurde doch in der reha Bescheinigt, das ich meine Hände bzw. handgelenke nicht überlasten darf..??? winn ich z. B. ca 20 min per tastatur schreibe ist erst mal wieder entspannung angesagt..
außerdem habe ich durch die Medis die ich ja wegen der systemischen Rheumaerkrankung nehmen muß um es wenigstens einigermaßen aushalten zu können.. totale Konzentrations defizite...
Habt ihr einen Tipp für mich wie ich jetzt weiter vorgehen sollte??
Lg. Lisa

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Boo
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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Boo » Fr 15. Okt 2010, 10:02

Liebe Lisa,

ich weiß nicht, ob ich dir mit meiner Geschichte etwas weiterhelfen kann...da jeder Fall anders gelagert ist. :Neugierig:

Nun, schaden kann es ja nicht, wenn ich es schreibe. :grinser:

41 Jahre in Gesundheitssystem tätig. 59 Jahre alt.

Rheumatoide Arthritis mit Lungenbeteiligung > Lungenfibrose > Enbrel 50 mg / MTX 10mg 1x pro Woche s.c.
Arthrose > LWS, BWS, Knie & Hüfte > TEP ist indiziert ( habe noch zuviel Angst davor, obwohl ich manchmal kaum krauchen kann )
Skoliose
Herzrhythmusstörungen > Abladiert mit Elektrophysiologischen Herzkatheter
Anosmie > Verlust des Geruchssinnes & des Geschmacks seit 1 1/2 Jahren
Struma
Borreliose positiv
PsA > an den Handinnenflächen > Schubweise auftretend

GdB 60 und "G"

Auweia, habe das noch nie hier so ausgeführt .... :Ohnmacht:

Ende Januar 2010 allein eine Reha beantragt ... wollte wissen wie ich Gesundheitlich & Arbeitstechnisch begutachtet werde

Mitte Arpril bis Mitte Mai Reha ( bis Mitte April noch vollschichtig bearbeitet, ( Frage mich immer wieder, wie ich es die letzten 3 Jahre geschafft habe !)

AF in die Reha > AU / BU & noch 3-6 Std. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Ca. Juli wurde der Reha Antrag von der DRV in einen Rentenantrag umgewandelt. Sprich; dauerhaft Teilerwerbsgemindert seit Anfang Februar 2010 und es wurde mir eine befr. EM Rente bis Mitte 2012 " angeboten ."

Widerspruch gegen Umwandlung, da noch kein eingeschränktes Gestaltungsrecht , oder Dispositionsrecht von der KK, somit Rentenantrag gestellt ab August 2010.


Tja, det wär's in groben Zügen ...

Ich würde mir unabhängig von der KK einen Beratungstermin bei der DRV geben lassen. Termine sind meistens erst im Folgemonat (!) und würde mich in Hinsicht auf die Rente beraten lassen. Was soll dir da passieren. Ich wurde jedenfalls Top beraten & sie müssen dir immer das " günstigste " für dich Passende " aussuchen. "

Deine gesundheitlichen Einschränkungen kann ich sehr gut nachvollziehen ! :umarm:

Viel Erfolg & wenn du noch Fragen hast, immer her damit. :Yeah:
Zuletzt geändert von Boo am Fr 15. Okt 2010, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße Boo Bild

„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Immanuel Kant

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Fulgora

Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Fulgora » Fr 15. Okt 2010, 10:17

Es ist zwar echt lächerlich, aber "Geistige Probleme" z.B. Konzentrationsprobleme, Sehaussetzer oder sogar Verwirrungszustände werden von der DRV als nicht greifbare Symptome abgetan.

Ich werde hier in der Reha z.B. nur bzgl. Fibromyalgie behandelt, meine anderen orthopädischen Probleme wie Bandscheibenprotrusion oder Sakroiliitis (ist sowohl orthopädisch als auch rheumatisch) werden hier in der Klinik nicht behandelt und "bewertet". Und das obwohl hier ebenfalls eine orthopädische Abteilung existiert und die Chefärztin für beide Abteilungen zuständig ist.

Sieh bitte zu das du dich sozialrechtlich beraten lässt, am besten durch einen Sozialverband, denn das ist kostengünstiger als durch einen Anwalt.

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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Fiasko » Mo 29. Nov 2010, 13:24

:grinser: Hallo zusammen
brauche mal wieder eure Hilfe
Habe heute von der KK ein schreiben erhalten, demnach muß ich bis zum 7.2.11 einen erneuten Rehaantrag stellen.
Die Sachbearbeiterin hat mir auf nachfrage erklärt, das der MDK mich lt. Aktenlage nicht für arbeitsfähig hält .
Die KK hofft nun das die DRV mich auf Grund des erneuten Antrags auf Reha in Rente schickt..
Muß ich mir das gefallen lassen.. ich werde von der KK erst im Mai ausgesteuert und habe dann noch 18 Mon. anspruch auf ALG 1..
was würdet Ihr an meiner Stelle machen..
Ich glaube nicht das ich die volle Erwerbsminderungsrente bekomme und alles andere währe für mich finanziell katasthophal..
Über baldige Antworten freue ich mich
Liebe Grüße Lisa

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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Doppeloma » Mo 29. Nov 2010, 15:36

Liebe Lisa, :koepfchen:
Die KK hofft nun das die DRV mich auf Grund des erneuten Antrags auf Reha in Rente schickt..
In Reha warst du meines Wissens vor nicht all zu langer Zeit und wenn die DRV da "den Wunsch" verspürt hätte, deinen Antrag in eine EM-Rente umzuwandeln, dann hätte sie das wohl bereits getan :icon_e_wink:
Was der MDK feststellt und die DRV tut sind zwei völlig verschiedene "Schuhe", die KK HOFFT (warum auch immer) auf eine EM-Rente, aber sie DARF dich (lt. § 51 SGB V) NICHT auffordern eine zu beantragen, sondern NUR eine medizinische oder berufliche Reha.

Hattest du der KK den Bericht (der Reha) zur Verfügung gestellt oder eine Einwilligung unterschrieben, dass die sich das anfordern dürfen????

Woher haben die sonst "ihre Aktenlage" nach der sie jetzt weiterverfahren :confused:
Bitte fordere dir ALLE GA des MDK an bzw. lasse die durch deinen behandelnden Arzt anfordern, damit ihr erst mal prüfen könnt, was die da so ohne Untersuchung festgestellt haben wollen.

Wurdest du zur ersten Reha auch durch die KK aufgefordert oder hattest du die aus eigenem Antrieb beantragt, sorry, wenn du das schon irgendwo geschrieben hattest, mir geht "unterwegs" auch immer mal was verloren aus dem Kopf :amen:
Muß ich mir das gefallen lassen.. ich werde von der KK erst im Mai ausgesteuert und habe dann noch 18 Mon. anspruch auf ALG 1..
Das kann man erst feststellen, wenn du die MDK-GA gelesen hast, denn du mußt dir eine Beurteilung nach "Aktenlage" keineswegs gefallen lassen.
Den Antrag wirst du wahrscheinlich stellen müssen, auf REHA, nicht auf Rente, aber die DRV wird dir "was husten", wenn du gerade eine medizinische Reha hattest und eventuell die "Teilhabe am Arbeitsleben" bewilligen.
Eine Umschulung kommt (aus "Altersgründen") nicht mehr in Frage (für die DRV) und darum wirst du (eventuell!) "die Aussicht" auf einen finanziellen Zuschuß für einen AG bekommen, wenn er bereit ist dich "leidensgerecht" (für mindestens 2 Jahre) zu beschäftigen (versicherungspflichtig!).

Das bringt der KK GAR NICHTS, denn sie MUSS natürlich (trotzdem) bis zur Aussteuerung weiterzahlen, diese "Aussicht" bringt dir ja keinen Lebensunterhalt ein und die AfA "nimmt" dich erst NACH der Aussteuerung :Zunge_zeigen:

Für diese "Teilhabe am Arbeitsleben" (Arbeitgeberzuschuß) besorgst du dir am Besten schon einen hübschen Bilderrahmen, dann kannst du dir das Teil irgendwo "an die Wand nageln", zu mehr taugt es nämlich NICHT, der Dopa hat sowas auch, schon seit 3 Jahren (staubt langsam ein).
Auch bei ihm mußte die KK dann "zähneknirschend" weiterzahlen bis zur Aussteuerung, aber man muß die Kranken ja irgendwie "beschäftigen" und beunruhigen bis dahin :Ohnmacht:

Im "günstigsten" Fall lehnt die DRV die Reha ganz einfach mit der Begründung ab, dass du ja gerade erst eine hattest und das wars , DENN du bist zwar verpflichtet den ANTRAG zu stellen, einen Widerspruch brauchst du aber nicht einlegen, wenn die DRV ablehnt.
Glaub mir, wenn du erst mal ausgesteuert bist und die KK KEIN Krankengeld mehr zahlen MUSS, dann werden die wieder ganz "handzahm" und denen ist ziemlich WURSCHT, wo du dann dein Geld herbekommst und wie lange du warum noch krank bist.
Ich glaube nicht das ich die volle Erwerbsminderungsrente bekomme und alles andere währe für mich finanziell katasthophal..
WAS stellst du dir vor unter "ALLES ANDERE" :confused: :Gruebeln:

Lass dich von denen nicht verrückt machen und besorge dir erst mal die Aktenlage-Gutachten vom MDK :lesen:

Liebe Grüße von der Doppeloma :koepfchen: :Bussi: :umarm:
Was mich nicht umbringt macht mich stärker!

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Re: Wie kann es weitergehen?

Ungelesener Beitrag von Fiasko » Mo 24. Jan 2011, 13:22

Hallo zusammen
Die Unterlagen vom MDK habe ich alle vorliegen, die sind nach den neusten Arztberichten der Ansicht,
das ich wegen einer Mehrfacherkrankung und bestehender psychischer Gesundheitsstörrung in der erwerbsfähigkeit erheblich gefärdet bin. Das ein Ende der Arbeitsunfähigkeit nicht absehbar ist.
Nun werde ich am Montag den neuen Rehaantrag abgeben und dann mal schauen was daraus wird.
Ich hab da aber noch mal eine andere Frage...
Wie ist das wenn ich im Mai von der KK ausgesteuert werde.. bekomme ich dann automatisch ALG 1 nach § 125 SGB III -
Nahtlosigkeitsregelung.. oder könnte das unter Umständen auch noch wieder einen Kampf geben..
Puh, das macht ganz schön fertig .. wenn man nicht weiß wie es weitergeht.

Liebe grüße

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