Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Mit denen es nicht mehr möglich ist vollschichtig bzw. überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
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reallyangry
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Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von reallyangry » Sa 9. Nov 2013, 09:08

Hat Olaf Bodden auch Persönlichkeits-, Anpassungsstörungenstörungen, Neurosen?
Wir sollten mal eine gewisse Ärztin in der Martinusquelle in Bad Lippspringe fragen!
Quelle: Weser Kurier vom 09.11.2013
Gruß
ReallyAngry
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Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.
(Paul Watzlawik, Philosoph und Psychotherapeut, 1921-2007)

JanneXX
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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von JanneXX » Sa 9. Nov 2013, 18:50

Um die Hintergründe für Interessierte aufzuzeigen (seht mir bitte meine Verlinkschwäche nach *winkzudoppeloma*):

Zitat aus cfs-Forum:
Das unwürdige Spiel, das hierzulande auf dem Rücken schwerstkranken ME/CFS-Erkrankten ausgetragen wird, muss in der Tat endlich ein Ende finden.

Im Zuge eines Gerichtsverfahrens gegen meine Krankenversicherung bin ich u.A. auf genau jene Missstände gestoßen, die von weiteren Unterstützer hier bereits geäußert wurden. Sie sorgen bis heute dafür, dass schwerkranken Menschen mit ME/CFS die ihnen de facto zustehende und dringend notwendige Hilfe versagt bleibt.

Begonnen hat das ganze Dilemma bereits in den frühen 1990er Jahren:

Medizinisch notwendige Neuro-Immundiagnostik bzw. entsprechende Immuntherapien wurden damals -das wissen viele gar nicht! - noch großteils von den Krankenkassen erstattet.

Bis dies auf ominöse Weise plötzlich durch "Gutachter" (eingesetzt wurden vornehmlich Psychiater) rapide gestoppt wurde. Und der Patient fortan vor die zynische Wahl gestellt wurde: Entweder selbst bezahlen - oder schwerst chronisch krank bleiben.

Offensichtlich war die Versorgung von ME/CFS-Kranken einigen Ärztefunktionären aus Profitgründen ein Dorn im Auge. Anders ist das folgende, interne Schreiben der Ärztekammer Nordrhein wohl kaum zu deuten: Klick [http://arnold-hilgers.com/wp/wp-content ... A4ften.pdf]

Doch Franz Müntefering (seines Zeichens damals NRW-Gesundheitsminister) wollte diesen unhaltbaren - und für Patienten wie Immunologen fatalen Zuständen - jedoch unbedingt Einhalt gebieten. Er bestellte also sämtliche Gesundheitsbehörden (inklusive Vertreter der Kassen, des MDK und der Ärztekammer) in sein Ministerium nach Düsseldorf um abzuklären, warum dem Patienten urplötzlich keine Immuntherapien mehr erstattet werden.

Mit allen oben angesprochenen Behörden (!) wurde zunächst vereinbart, dass neutrale Gutachter mit Fachgebiet Immunologie verbindlich und im Auftrag des Ministeriums darüber entscheiden sollten, ob Immuntherapien bei ME/CFS medizinisch notwendig, wissenschaftlich und indiziert sind. Anschließend sollten die entsprechenden Behörden die Ergebnisse der Gutachten umsetzen.

Als Gutachter bestellt werden sollten: Prof. Rüdiger v. Baehr, Prof. Krüger (Uni Köln) und Prof. Opelz (Uni Heidelberg). Allesamt universitäre Fachleute auf dem Gebiet der Immunologie.

Alle Gutachten bestätigten erwartungsgemäß die dringende medizinische Notwendigkeit neuro-immunologischer Diagnostik und Therapie beim Krankheitsbild ME/CFS!

Die original Ministeriumsprotokolle und die fertigen Gutachten sind hier einsehbar:

Gutachten Prof. von Baehr [http://arnold-hilgers.com/wp/wp-content ... ilgers.pdf]

Original Ministeriumsschreiben [http://arnold-hilgers.com/wp/wp-content ... igkeit.pdf]

Gutachten Prof. Opelz [http://arnold-hilgers.com/wp/wp-content ... -baehr.pdf]

Wohlgemerkt: Wir sprechen vom Jahr 1995!

Was dann geschah, ist schier unglaublich.

Trotz mehrfacher Mahnung des Ministeriums wurden diese - eigentlich verbindlichen! - Beschlüsse und Gutachten (die sinngemäß bedeutet hätten: medizinsche (immunologische) Versorgung von ME/CFS-Patienten auf Kasse) - niemals von den entsprechenden Behörden (Ärztekammer, MDK, Kassen) umgesetzt. Bis heute - 2013!

Stattdessen wurde ME/CFS in Deutschland immer mehr zur "psychosozialen Störung" stilisiert. Eine "Befindlichkeitsstörung", die mit Verhaltenstherapie und Training behandelt werden soll. Bis heute mit fatalen Folgen für die Betroffenen.

Und zudem wider besseres Wissen. Internationale Kriterien, wie etwa die klare WHO-Einordnung (ME/CFS als neuro-immunologische Erkrankung G 93.3), werden unter dem Deckmantel der Selbstverwaltung einfach mal eben "wegignoriert". Ebenso die internationale Forschung, die mehr und mehr die in Deutschland seit über 20 Jahren bekannten Erkenntnisse zu den neuro-immunologischen Hintergründen von ME/CFS bestätigt.
Zitatende"

Stellt euch mal vor: Da produziert mein Körper über Jahre/Jahrzehnte immer weniger Energie aufgrund einer neuro-immunologischen Erkrankung und ich bekomme, anstatt die Ursache zu behandeln, Aufputschmittel vom Psychiater verordnet, die absolut kontraindiziert sind und quasi Körperverletzung per Doping darstellen!!! Das ist quasi Vollgasfahren mit angezogener Handbremse und fast leerer Batterie.

Grüße von Janne

PS: Und die ICD-10-GM, die nach dem SGB V in der BRD vorgeschriebene Diagnosenklassifikation, finden bei Ärzten, Krankenkassen, Rentenversicherung bezüglich ME/CFS, MCS und Fibromyalgie-Syndrom keine Anwendung - mit allen hässlichen Auswirkungen für die Erkrankten.

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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Vrori » Sa 9. Nov 2013, 19:55

Hallo,

danke für die ausführliche Information....ich selber habe Fibromyalgie...und von: die Krankheit gibt es nicht...bis...das ist was anderes...sie sind bestimmt gestreßt..habe ich alles durch...

die Fibro wird einfach nicht behandelt...

wegen einer chron. Schmerzerkrankung aufgrund mehrerer Bandscheibenvorfälle erhalte ich Targin (Opiat)...aber gegen die Fibro-Schmerzen hilft dies leider nicht...

und Rentenversicherung? die lachen sich höchstens kaputt...


ich glaube, als damals die ominöse Studie aus Amerika zu uns rüberschwappte: Hormone in den Wechseljahren...

war die gleiche Situation: wenn man alle Frauen mit diesen Hormonen versorgt hätte, wären die Kassen leer...also wird eine halbausgegorene Studie veröffentlicht....die Frauen und Ärzte verunsichert...und schwupp....wird nix mehr verordnet und die Frauen stehen mit ihren Beschwerden allein da....
da ging es m.E. auch nur um Geld...

zu der Studie in USA: da hat man Menschen von der STraße geholt, ihnen Geld versprochen und die haben die Hormone dann genommen...es waren teils Frauen dabei, die weit über 60 Jahre alt waren und schwupp bekamen 2 von 10 Brustkrebs...somit war für die Politikerkaste klar: 50 % höhere Brustkrebsgefahr..also wird diese Behandlung nicht befürwortet...
LG
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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Devil-Hawk » Sa 9. Nov 2013, 20:54

Hallo Vroni :smile:

Ich bekomme auch Tramadol und Metamizol gegen meine Fibromyalgie, aber die Medikamente helfen überhaupt nicht gegen meine Schmerzen!
Die Oberärztin hier im KH in der Schmerzambulanz meinte daraufhin zu mir, dass es in Indien Fakire gäbe, die legen sich auf 1000 Nägel
und haben auch keine Schmerzen. daran sollte ich mir ein Beispiel nehmen :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen:

Das ich da nicht mehr hin gehe, versteht sich von selbst!

Hier noch was neues von der Uni Würzburg zu Fibro.

http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/m ... ibromyalg/

LG Devil-Hawk

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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Vrori » Sa 9. Nov 2013, 21:32

Hallo,

sorry...aber für solche doofen Kühe finde ich keine Worte...

im übrigen ist auf eine Fakirmatte etwas völlig anderes, als chron. Schmerzen zu haben......wo hat die denn ihren "Arzt-Führerschein" gemacht? gewonnen?

solche Ärzte brauchen wir nicht..

im übrigen soll ja jetzt wohl gesetzlich festgelegt werden, dass die KK dafür sorgen sollen, dass man innerhalb von 4 Wochen einen Termin beim Facharzt bekommt...

tja..an welche Idioten man da wohl gerät? und aus ist es mit der freien Arztwahl..

wenn dann ein KK-Mitarbeiter jemanden arbeitsfähig haben will, dann schickt er ihn innerhalb 14 Tagen zu einem, vom SB ausgesuchten Facharzt, und dann werden wir noch sehen, wie schnell wir alle arbeitsfähig sind...

adieu, freie Arztwahl...

sorry, ich vergaß...gegen Fibro hilft auch kein Opiat....bekommst du noch zusätzlich was anderes? schon mal Amitriptylin 25mg ausprobiert? oder Amineurin?

in einer geringen Dosierung hilft dieses Antidepressivum gegen chron. Schmerzen....vielleicht mal probieren...und diese dämliche Ärztin meiden...
LG
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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Blacky » So 10. Nov 2013, 09:50

sorry, ich vergaß...gegen Fibro hilft auch kein Opiat....bekommst du noch zusätzlich was anderes? schon mal Amitriptylin 25mg ausprobiert? oder Amineurin?

in einer geringen Dosierung hilft dieses Antidepressivum gegen chron. Schmerzen....vielleicht mal probieren
Hilft bei mir nicht.

Ich werde von Leuten dumm angemacht, so wie ich soll mich nicht so anstellen.
Der vom LSG bestellte GA befindet mal eben das ich nix habe, meine Gewerkschaft verweigert mir die 2500€ die ich für
das 109er GA brauche.

Ich weiß immo nicht mehr weiter....

Da werden Existenzen zerstört nur um ein paar € mehr auf dem Rentenkonto zu haben.

Ach, leckt mich doch alle am Allerwertesten....... :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen: :schimpfen:
MfG
Blacky

Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist.
(Manfred Hinrich)



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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Fee59 » So 10. Nov 2013, 11:38

sorry, ich vergaß...gegen Fibro hilft auch kein Opiat....bekommst du noch zusätzlich was anderes? schon mal Amitriptylin 25mg ausprobiert? oder Amineurin?
Eine Freundin von mir, die Fibromyalgie hat, bekam Amitriptylin. Dies half mehrere Jahre lang.

Seit dies nicht mehr hilft, nimmt sie Citalopram.
Die erst Nebenwirkung war starke Müdigkeit.
Aber ihre Schmerzen sind geringer geworden.

Liebe Grüße
Fee
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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Vrori » So 10. Nov 2013, 13:03

Hallo,

Citalopram soll man morgens nehmen.....hilft gegen Depressionen und macht den Tag heller....

Amitriptylin oder Amineurin soll man abends nehmen...in einer geringen Dosierung...ist schlafanstoßend und soll bei Fibro helfen, den Schmerz besser bewältigen zu können...
Amitripytlin oder Amineurin in höherer Dosierung werden in der Behandlung einer Depression eingesetzt..

das muß man schon unterscheiden, um eine ordentliche und wirksame Behandlung durchführen zu können...
Zuletzt geändert von Vrori am So 10. Nov 2013, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
LG
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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von JanneXX » So 10. Nov 2013, 14:29

Blacky hat geschrieben:
...
Der vom LSG bestellte GA befindet mal eben das ich nix habe, meine Gewerkschaft verweigert mir die 2500€ die ich für
das 109er GA brauche.

Ich weiß immo nicht mehr weiter....

Da werden Existenzen zerstört nur um ein paar € mehr auf dem Rentenkonto zu haben.
...
:koepfchen:
schau dir mal folgende links an, vielleicht hilft dir das wieder ein bisschen weiter:
www.weiss.de/krankheiten/fibro/rente-pr ... gutachten/
und
http://www.elo-forum.org/schwerbehinder ... kasse.html

LG
Janne

ps: falls ich dahinter komme, wie ich ein pdf einstellen kann, gibt´s auch noch ein eindeutiges schreiben vom dimdi als ergänzung. also: feuer frei :Miko: und kopf hoch!

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Re: Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Ungelesener Beitrag von Vrori » So 10. Nov 2013, 14:32

LG
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